Sylvesterparty

von pudelfreund am 31.12.07 um 16:24

Allein oder mit Freunden - egal: Es lohnt sich immer, die Stunden bis zum Jahreswechsel mit lustigen Aktivitäten zu verkürzen. Wem Bleigießen zu gefährlich ist, der sollte vielleicht über ein kleines Tänzchen nachdenken.

Nachdem Daft Punk dieses Jahr mit dem Charttopper Stronger von Kayne West und dem gefeierten Live-Album Alive 2007 wieder sehr präsent war, hier mein Vorschlag:


Wem das zu Mainstream ist, dem empfehle ich die Choreografie von Decaptacon von Le Tigre - ganz offensichtlich die ursprüngliche Inspiration zum Daft Punk Video.


DailyLit

von sobchak am 05.01.07 um 14:19

Die beste Idee seit langem: DailyLit hilft all den Menschen, die zu beschäftigt sind, um Bücher zu lesen. Du sitzt den ganzen Tag vor dem Computer und kommst deshalb nicht dazu, ein Buch zu lesen? Dann trag bei DailyLit ein, welche Lektüre dir vorschwebt und man schickt dir täglich ein Stück davon als E-Mail. Super!

Lesen im Netz

von sobchak am 01.01.07 um 13:45

All das ist immer noch weit entfernt von einer Literatur im Netz, die das Wissen um den Publikationsort in sich trägt, die sich also allein dadurch verändert, dass sie im und fürs Internet geschrieben wurde. William Gibson und Neal Stephenson haben in ihren Werken sehr früh über das Netz geschrieben und das in einer Sprache, die sowohl buch- wie netzkompatibel war und somit beides – Literatur- und Netzsprache – nachhaltig beeinflusst und verändert hat. Beide haben sich in ihren jüngsten Romanen mehr oder weniger vom Internet abgewandt, sodass ähnlich wie in Deutschland nach Goetz eine Lücke entstanden ist, die derzeit niemand zu füllen in der Lage ist

Telepolis über Die neue Netzliteratur

Ich habe Frau Merkel gesagt, dass ich das für Quatsch halte

von sobchak am 30.12.06 um 20:48

In der heutigen taz schreibt taz-Gründer und Ex-Spiegel-Redakteur Tom Schimmeck über die “Angst am Dovenfleet”. Ein wenig schmeichelhafter Geburtstagstext zum 60. Jubiläum des Spiegel:

Wohin also des Weges, Herr Aust? Warum macht der Spiegel einen auf neoliberal?

“Ehrlich gesagt”, sagt Aust, “das ist so ein bisschen wie früher der Satz ,Geh doch nach drüben’. Neoliberal? Ich weiß gar nicht, was das eigentlich heißt. Realistisch zu sein, zwei und zwei zusammenzählen zu können? Was ist daran neoliberal?” Simpel gesagt: Wenn man den Schwachen ordentlich Druck macht und den Mächtigen devot den Bauch krault. Wenn man ständig Tsunamis publizistischer Aufgeregtheit auslöst, um eine bestimmte politische Agenda voranzutreiben. Das müsste Aust doch kapieren. Steckte er nicht bis zum Hals in der APO, war er nicht bei den wilden St. Pauli Nachrichten, bei Konkret, bei “Panorama”, bei Demos gegen alles und jeden?

Der Journalist ohne Eigenschaften

von sobchak am 27.12.06 um 22:14

Aber warum schreiben Sie nicht? Sie haben recht. Der künftige Dichter und Philosoph wird über das Laufbrett der Journalistik daher kommen! Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass unsere Journalisten immer besser und unsere Dichter immer schlechter werden?

Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Kapitel 121 „Die Aussprache“

MoreSweeney’s

von sobchak am 05.12.06 um 18:36
He’d co-founded the influential but short-lived Gen-X magazine Might in the mid-1990s, which taught him that dependence on advertising is a road to frustration. With Might, he says, it “seemed crazy that an advertiser–or a 22-year-old media planner–could determine whether or not your magazine had merit, how many pages you could print or whether (in the end) you existed at all.”

Might folded in 1997, and Eggers embarked on a different path a year later. With McSweeney’s, Eggers chose to start a much smaller publication, with a modest distribution and a very high cover price (between $22 and $24 per issue). He managed to win a readership without having to play the advertising game.

Dave Eggers (hier Meer) traegt jetzt einen Hut und wird im Forbes-Magazine portraitiert.

Umweltschutz

von sobchak am 29.08.06 um 19:17

Dass Umweltschutz wieder cool wird, hält sich als These ja bereits, seit Al Gore mit dem Film An Inconvenient Truth im amerikanischen Kino erfolgreich war.
Jetzt zeigen sich aber an weiteren Stellen Hinweise auf eine neue ökologische Bewebung: Greenpeace veröffentlicht beispielsweise einen Green Electronics Guide (via netzpolitik.org), in dem das ökologische Verhalten von Elektronik-Konzernen bewertet wird.

Außerdem veröffentlicht der britische Journalist Leo Hickman in diesen Tagen sein Buch Life Stripped Bare. My Year Trying To Live Ethically auf deutsch. In “Fast Nackt” (so der deutsche Titel) sind seine Guardian-Kolumnen abgedruckt, in denen er wöchentlich vom Versuch erzählt, ethisch zu lesen. Das ist spannend zu lesen und zeigt auch interessante neue Ansätze.

Zum Beispiel die Seite Climate Care, die reiselustigen Menschen hilft. Für jeden geflogenen Kilometer kann man sich hier (böse gesagt) freikaufen. Man kann sich die Umweltbelastung, die man für Urlaub und Erholung in Kauf nimmt, ausrechnen lassen und einen entsprechenden Betrag an Organisationen spenden, die den CO2-Ausstoß reduzieren helfen.

Lustig

von sobchak am 26.07.06 um 09:20

Sascha Lobo von der bereits erwähnten zentralen und intelligenten Riesenmaschine macht eine Art Urlaubsvertretung für Felix Schwenzel in dessen Blog wirres.net. Das ist erstaunlich lustig - und zeigt zwei Dinge: die Vertretung ist besser als der Verreiste und die Riesenmaschine ist manchmal etwas zu langatmig und kompliziert.

Faldbakken in Berlin

von sobchak am 12.07.06 um 19:51

“The biggest problem you can have is of course being mainstream:
being white, male and heterosexual.”

Berliner aufgepaßt: Der famose Matias Faldbakken kommt in deine Stadt. Am 13. Juli im Rahmen von mono.kultur. Von Faldbakken stammt das obige Zitat und die beiden Bücher Cocka-Hola-Company und “Macht und Rebel”. Ist bestimmt lustig.

Zentral und intelligent

von sobchak am 10.07.06 um 15:00

Wir müssen über die Zentrale Intelligenz Agentur reden: Unlängst war bereits in der FAS über das Autorenkollektiv zu lesen, das über sich selbst sagt, ein „kapitalistisch-sozialistisches Joint Venture“ zu sein, „mit dem Anspruch, neue Formen der Kollaboration zu etablieren. (…) An der Schnittstelle von Journalismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst entwickelt die Zentrale Intelligenz Agentur eigene Projekte (z.B. den Gemeinschaftsblog Riesenmaschine) bietet maßgeschneiderte Produkte an und übernimmt Spezialaufgaben für kommnerzielle Auftraggeber (z.B. Werbetexte für BMW). Daneben unterhalten wir permanente Kooperationen mit Forschungsinstituten sowie diversen Kommunikationsagenturen und Redaktionen.“



Außerdem gewinnt die ZIA abgekürzte Agentur in Klagenfurth gerne Preise. In diesem Jahr z.B. Kathrin Passig beim Bachmann-Preis. Das Ganze ist ein ganz lustiges Projekt, das den Literaturfachmann vom Deutschland-Radio zu einer nahezu absurden – weil völlig literaturinternen – Sicht auf Medien, Texte und Kommunikation verleitet hat - hier bei itunes anhören. Das Ganze ist aber auch ein schönes Gemeinschaftsprojekt, das mich ein wenig an McSweenys erinnert und das zeigt, was man mit einem schönen kleinen Gemeinschaftsblog so machen kann …