Heute unbedingt sehen: Video von Fatboy Slim / David Byrne / Dizzeee Rascal
Was für ein Video!
Was für ein Video!
Allein oder mit Freunden - egal: Es lohnt sich immer, die Stunden bis zum Jahreswechsel mit lustigen Aktivitäten zu verkürzen. Wem Bleigießen zu gefährlich ist, der sollte vielleicht über ein kleines Tänzchen nachdenken.
Nachdem Daft Punk dieses Jahr mit dem Charttopper Stronger von Kayne West und dem gefeierten Live-Album Alive 2007 wieder sehr präsent war, hier mein Vorschlag:
Wem das zu Mainstream ist, dem empfehle ich die Choreografie von Decaptacon von Le Tigre - ganz offensichtlich die ursprüngliche Inspiration zum Daft Punk Video.
Napoleon Dynamite (mehr hier und hier) hat ja am Meer bereits mächtig Eindruck hinterlassen. Offensichtlich auch bei den Bun-O-Vision-Aktivisten, die seit kurzem nun auch diesen Film als 30-Sekunden-Häschen-Zusammenfassung im Sortiment haben.
Die U-Bahn-Station Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte ist wegen Bauarbeiten zur Zeit Endhaltestelle. Da können die Fahrgäste, die auf die Abfahrt ihres Zugs warten, aktuell ganz wunderliche Dinge erleben, z.B. ein sogenanntes "wholecar":
via republish
Die Rolltreppe an der Londoner Tube-Station “Angel” ist schon wahnsinnig lang. Nach Angaben des jungen Skifahrers, den wir hier sehen, ist es die längste in Europa. Wenn das stimmt, kann man verstehen, warum er sich ausgrechnet diese Rolltreppe für seinen Stunt ausgesucht hat: sie garantiert längeren Fahrspaß:
Noch mehr schockierende Abfahrten anschauen? Das Meer hält welche bereit: sommers wie winters.
Hab ich’s eigentlich schon gesagt? ich find’s einfach wunderbar! Insbesondere wenn wie in diesem Falle die wunderschönen Lyrics daneben stehen und frau gleich Karaoke dazu singen kann. Aber das ist auch sehr toll. Also: Affirmativ? Subversiv? Schnurzpiep! Es ist schließlich - since before Frankie said relax - Frühling! Die Hormone spielen verrückt und dieser nette kleine Film trägt wunderbar dazu bei…
Passend zu dieser formidablen Jahreszeit gibt’s aber noch eine andere Empfehlung. Vielleicht sollten wir den nächsten AmMeerikaner-Ausflung also zum Bodo machen? Ist schließlich nicht nur die Stadt der Liebe sondern auch der Cineasten. Und dahin gibt’s doch bestimmt auch billige Flüge aus der Metropole der Eisbärenbabies? Und von Köln und Brüssel ist es auch nicht so weit weg. Übrigens war unsere Ausflug an die "Donau" am Sonntag großartig und auch geistig gar nicht so weit entfernt vom Bärlin der 80er und frühen 90er - zumindest hat’s mich wieder auf den Soundtrack meiner Jugend gebracht… Romantik! Die hatten halt schon damals dieses existenzielle Gefühl raus, immer nie am Meer zu sein…
Egal, jetzt nicht melancholisch werden und sich nicht länger in verrauchten film noir Jazzbars rumdrücken sondern raus in die sprießende Natur: Es ist Frühling! Frühling! Endlich! Habt Euch alle lieb und genießt den wunderschönen Sonnentag!
P.S.: Am Samstag geht’s zum Frühlingsdealer. Wer kommt mit? Ruby? 
P.P.S.: Habt ihr AmMeerikaner mit Digitalkamera nicht Lust hier mal die schönsten Frühlingsbilder 2007 Eurer Stadt - die wie alle anderen außer Melbourne, aber da ist ja jetzt auch Herbst, halt immer nie am Meer liegt - zu posten?
Quentin Tarantino schreibt in der Times über das Wesen des Filmemachens (via kottke:
I don’t want to be a professional. I’m not in the Directors Guild; I don’t want to be. I like holding on to my amateur status. I wanted to be a professional in all the right ways, but I didn’t want it ever to be a job. I even asked: “Would I die for Jackie Brown?” I would have died for Reservoir Dogs. I would have died getting a shot for Pulp Fiction. I don’t know if I would have died, would have thrown myself into that kind of harm’s way, for Jackie Brown, and that scared me a little bit.
Ebenfalls bei Kottke findet sich der Verweis auf jene CNN-Gesichte, in der erklärt wird: Why Apple is the best retailer in America
hat nun also auch noch den Oscar gewonnen. Das ist wohl Anlass genug, um noch einmal ganz klar und deutlich zu sagen, dass es ein schlechter, anbiedernder Film ist, der keineswegs in irgendeiner Form vermeintlicher Ostalgie entgegen wirkt. Der Tenor ist vielmehr: "Wir mußten ja, wir konnten nicht anders, aber heimlich, still und leise haben wir ja doch gegen das Regime gekämpft so gut wie es eben ging." Das Problem dabei: Der Mann, der diese Argumentation liefert, ist ein knallharter Stasi-Offizier und er ist es freiwillig geworden. Und seine Wandlung vom Saulus zum Paulus ist eine äußerts unglaubwürdige, hollywoodeinschleimende Pathosnummer. Außerdem finde ich die einzige Frauenrolle, gespielt von Martina Gedeck, der karrieregeilen Schauspielerin, die sich erst Thomas-Gottschalkmäßig befummeln läßt und dann ihren Freund verpfeift, um weiter in den DDR-Mimenolymp aufzusteigen, und dafür letztlich mit dem Tod zahlt, äußerst problematisch. Wie gesagt: Ich mag diesen Film nicht. Ist das jetzt Mißssgunst? Sollte ich mich vielmehr für die deutsche Filmindustrie und die Münchner Filmhochschule, alle jungen, deutschen Nachwuchsfilmemacher freuen? Was wiegt schwerer, die schleimige Geschichtsklitterei eines Florian Henckel von Donnersmarck oder die ökonomischen Perspektiven bzw. Hoffnungen, die sich aus diesem Oscar speisen? Darf man an einem Spielfilm - im Gegensatz zu Literatur - vielleicht gar nicht mehr die Anforderung stellen, dass er versucht ein bisschen "Wahrheit" zu erzählen? Wirklich zu berühren und zu verstören? Wenn FvHD erzählt, er würde das universale und zeitlose Thema "Verlust der Privatsphäre" behandeln und deswegen sei sein Film so großartig, dann stimmt es zwar, dass Privatsphäre heute immer noch oder wieder ein wichtiges Thema ist, aber in seinem Film wird das meines Erachtens rein historisch behandelt, da ist nichts universal und zeitlos. Für mich das ist vielmehr ein Persilschein für alle Ossis, endgültig mit dem kapitalisitischen Westen ihren Frieden zu machen - und vice versa. Der endgültige künstlerische Beitrag zu Besiegelung der deutsch-deutschen Vereinigung und dafür sollte man einfach dankbar sein und die Klappe halten? Also wie gefragt: Darf man von einem Spielfilm mehr als das heutzutage vielleicht gar nicht erwarten? Sollte man angesichts der extremem ökonomischen Bürden, Verstrickungen und des ungemeinen Klüngel- und Karrieregeschicks, das man als Filmemacher aufweisen muß, um Erfolg zu haben, vielleicht am besten nur noch Dokumentarfilme machen bzw. als Zuschauer nur noch diese anschauen, wenn man wenigstens mit einem gewissen Mehrwert aus dem Kino gehen will? Entertainment ist auch okay, aber dann sollte man es nicht zu mehr als Entertainment verklären.