Nachrichten mit Grups

von sobchak am 31.03.06 um 19:21

Das New York Magazine beschreibt einen interessanten Charakter: He owns eleven pairs of sneakers, hasn’t worn anything but jeans in a year, and won’t shut up about the latest Death Cab for Cutie CD. But he is no kid. He is among the ascendant breed of grown-up who has redefined adulthood as we once knew it and killed off the generation gap. Und gibt allen, auf die diese Beschreibung zutrifft, einen interessanten Namen: die Grups (Also known as yupster (yuppie + hipster), yindie (yuppie + indie), and alterna-yuppie). Das ist schön anzschauen und – glaube ich – auch interessant zu lesen. Ich habe allerdings bisher nur die „four stages of grupitude“ gelesen. (Hier Meer)



Bei FM4 schreibt Martin Blumenau unter dem Titel Leben mit den Fishers über die wunderbare und unglaubliche Serie Six Feet Under. Das ist sehr lesenswert und in weiten Teilen auch sehr wahr. Doch Vorsicht, nicht lesen, wenn man noch nicht alles gesehen hat. Er verrät nicht viel, aber doch eine Kleinigkeit, die ich vielleicht lieber nicht gewusst hätte.

Und noch zwei Musik-Links: bei My Old Kentucky Blog gibt es einen Verweis auf die “Seattle based group” The Long Winters und hier kann man in das neue Calexico-Album reinhören.

Außerdem: “Ein Strand muss nicht am Meer liegen” - mehr dazu bei n-tv.de

Weniger am Meer

von sobchak am 31.03.06 um 14:50

Herzlich willkommen auf unserer Erholungsanlage direkt am Meer. Wir freuen uns über Ihren Besuch und geben uns alle Mühe, Ihnen die Stunden und Wochen auf der Anlage so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir weisen Sie hiermit daraufhin, dass es notwendig ist, den Aufenthalt im Erholungsbereich durch einige wenige Regeln zu gestalten. Niemand hier ist professioneller Gedankenleser, deshalb ist eine Strandordnung wichtig. Diese liegt in vollständiger Fassung im Haus des Gastes (Untere Strandpromenade 3a) zur Ansicht aus.

Es ist auch in Ihrem eigenen Interesse, diese Strandordnung einzuhalten. So können Sie mit Ihrem eigenen Verhalten zu einem großen Teil dazu beitragen, dass der Aufenthalt auf unserer Anlage Ihrer ganzen Familie in erholsamer Erinnerung bleiben wird.



§ I Kosten
Die Meer-ServiceCard ist eine einzigartige Vorteilskarte an der Küste. Als Ihre Kurkarte ermöglicht sie Ihnen viele Vergünstigungen in den teilnehmenden Orten (z.B. Eintritt ins Haus des Gastes) sowie freien Eintritt zu allen Stränden an der niedersächsischen Nordseeküste.
Für Saison-Service-Karten ist ein Lichtbild erforderlich. Beitragspflichtig sind alle Personen, die sich in anerkannten Gebieten (Erhebungsgebieten) aufhalten und denen die Möglichkeit zur Benutzung der Fremdenverkehrseinrichtungen geboten wird.

§ II Benutzung, Anmietung und Aufenthalt in und nahe bei den Strandkörben
Die Strandwärter sind nicht befugt, Gelder oder Sachleistungen in Empfang zu nehmen. Strandkörbe können nur gegen Vorlage einer gültigen Strandkorbkarte zugewiesen werden.
Eine Ausnahme hiervon gilt für die Vermietung von so genannten “Tageskörben”: Für die Tagesgäste steht ein besonderer Strandabschnitt unterhalb des Kurmittelhauses zur Verfügung. Die Korbvermietung erfolgt für diesen Bereich an der unteren Strandpromenade/Westfeld unterhalb “Graf Luckner”.

Zwischen den Strandkörben gibt es eine handtuchfreie Zone. Hier ist es fortan nicht mehr gestattet, sich mit Handtüchern oder zeltähnlichen Strandmuscheln auszubreiten.

§ III Abreise
Ein Besucher unserer Anlage ist natürlich frei in all seinen Entscheidungen. Einige Dinge tut er oder sie aber nicht, sonst muss er oder sie früher abreisen. Er oder sie benutzt nicht die Toilette, oder - schlimmer noch - das Waschbecken oder die Spüle, um sich der Abfälle (auch nicht der kleinsten) zu entledigen, sondern tut immer alles fein in den Müllbeutel, weil so eine Verstopfung der Rohrleitungen vermieden wird. Er oder sie stellt die Musik nicht auf volle Pulle und macht mitten in der Nacht keine störenden Geräusche.
Und wenn er oder sie dann genug hat vom Sehnsuchtsort Meer, dann fährt er oder sie nicht dann ab, wenn er/sie aufwacht, sondern möglichst vor 10 Uhr morgens, denn die Wohnung muss sauber gemacht werden, bevor sein Nachfolger kommt. Sehnsucht aus.

meerfüße

von detail am 31.03.06 um 11:36

leider schon viel zu lang her..
meerbeine.jpg
 

undmehrmeer

von stuntkite am 31.03.06 um 11:11

heute morgen.

do the greedy buffet patron

von detail am 27.03.06 um 18:27

für alle freunde von napoleon dynamite:
endlich kann man seinen großen und großartigen abschlusstanz lernen.
und zwar step by step, mit beschreibung, wechselnder musik, in zeitlupe
und und und..
den "drunken grandpa" sowie den "crouching llama, hidden emu".
und für fortgeschrittene: den gefürchteten "dutch surprise".

los gehts! nächstes wochenende will ich fortschritte sehen! 

Sehnsuchtsort Meer.

von ruby am 26.03.06 um 16:18

Fünfzehn Kilo zuviel, dachte er, als er auf der Rolltreppe stand, die ihn vom U-Bahnhof ins Licht des Tages hievte. Eigentlich sollte ich hochlaufen…. das wären 70 Kalorien, die ich allein durchs Treppensteigen loswürde. Aber seine Füße waren schwer, die Schuhe klebten an den Rillen der Rolltreppenstufen, der Aktenkoffer zog seine Schulter nach unten. Er fühlte sich schief. Ein achtlos weggespuckter Kaugummi hatte sich zwischen den Rolltreppenrillen verfangen. Ekelhaft, dachte er und hob den Blick. Dieser fiel auf das Hinterteil einer mittelalten Matrone, die zwei Stufen vor ihm stand. Wenn sie jetzt furzt, habe ich das direkt im Gesicht. Er seufzte und richtete seinen Blick weiter nach oben, auf den Ausgang des U-Bahn-Treppenhauses, dem er entgegenrollte.

Müde hingen die Märzwolken über der Betonfassade des Amtsgerichts. Mit einem großen Schritt verließ er die Rolltreppe und setzte seinen Weg in Richtung Büro fort. Vorbei an den vergilbten Vorhängen der Gerichtskantine, hinter denen eine Putzfrau Staub saugte. Vorbei an den verfilzten Immergrün-Büschen, zwischen denen Capri-Sonnen-Tüten verrotteten. Vorbei an der Leberkäs-Oase und am Sun-Fit-Sonnenstudio. In zweihundert Metern würde er links abbiegen, durch den Hof kreuzen, vorbei am neuen Jaguar XK des Managing Partners, vorbei am Porsche Cayenne des CFOs, vorbei am BMW X5 des Heads of Technical Services. Im hinteren Treppenhaus würde er mit dem Aufzug in den dritten Stock fahren, seinen PC anschalten, fünf Stunden auf den Montitor starren, bis seine Augen vor Trockenheit brannten, ein Gulasch in der Kantine essen, vier weitere Stunden ausharren, den Monitor ausschalten, vorbei am Jaguar XK, am Porsche Cayenne, am BMW X5, zurück zur U-Bahn-Rolltreppe, die ihn wieder unter die Erde befördern würde.

Was für ein Leben, dachte er. Sein Magen brannte. Zu viel Magensäure hatte der Arzt neulich gemeint. Eine Märzböe fuhr durch die Straße und trieb eine Plastiktüte vor sich her. Der Wind roch nach tauender Erde. Ganz anders als vor zwei, drei Wochen. Die schneidend kalte Winterluft hatte keine Gerüche in sich getragen, dachte er. Klar wie die Luft am Polarmeer war sie gewesen. Eis riecht nach nichts. Aber der Märzwind roch nach Frühling. Achtzig Meter vor der Hofeinfahrt zu seinem Bürohaus drehte er sich plötzlich nach links. Ein Schritt, noch ein Schritt. - - - Diese kleine Seitenstraße war er noch nie langgegangen. Aber seine Füße wussten bereits, dass sie nicht mehr umkehren würden.

Online-Schnee

von sobchak am 24.03.06 um 09:23

Bin ein bisschen krank und (deshalb) ein bisschen langsam: Beim fotoshop ist jetzt Schnee von gestern online. Mein Lieblingsbild “Polnische Bibliothek” von Katja Nitsche.
Dabei entdeckt: Auf ihrer Webseite gibt es eine sehenswerte Serie namens Reise ans Meer.

Gut zu wissen

von sobchak am 22.03.06 um 12:29

1. "NEON is a movement dedicated to promoting quality events, in innovative settings." Mehr dazu bei iloveneon.ca

2. „There never has been a better time to get into Web journalism.“ Mehr bei Onlinejournalismus.org

3. "to thrive in an era of Social Computing, companies must abandon top-down management and communication tactics, weave communities into their products and services, use employees and partners as marketers, and become part of a living fabric of brand loyalists." Mehr dazu bei Forrester Research: Social Computing

4. Menschen, die nicht hören können, denken in Zeichen. "She was dreaming in Sign." schreibt Oliver Sacks. Mehr dazu in der interessanten Antwort auf die Frage: "In what language do deaf people think?"

5. "The Beastie Boys distributed Hi8 videocams to 50 fans at a 2004 show in New York City - and asked them to record everything they saw." Jetzt haben sie die Aufnahmen gesichtet und daraus ein Video gemacht, verrät Adam Yauch im Interview bei Wired

6. "It’s Flickr Time". Das jedenfalls behauptet die schöne Seite Clockr, die mit Ziffern aus Flickr-Bildern eine optische Zeitansage baut.(vgl.: Spell with flickr )

7. "These PEBLs come in orange, pink, blue and green", verrät Gearlog über Motorolas kugeliges Handy.

Gegen-Öffentlichkeit, Gegen-Akustik

von sobchak am 21.03.06 um 18:56

In der Reihe der lobenden Podcast-Erwähnungen heute der Hessische Rundfunk. Dort gibt es ein Format namens HR2 Der Tag. Die machen häufiger richtig gute Themensendungen (45 Minuten lang), verdienen jetzt aber ein extra Lob, weil die Sendung „Die Kampagnieros: Wie Mediendebatten inszeniert werden“ wirklich großartig ist. Hier (MP3-Direktdownload) wird nicht nur erklärt, dass die Bild-Zeitung kooperative Bundestagsabgeordnete dann und wann mit einer Flasche Champagner belohnt, es wird auch nacherzählt, wie der unsäglich Herr Schirmacher über Spiegel, Bild und FAZ seine fragwürdigen Thesen zur Rettung von Anstand, Werten und Familie in Deutschland verbreiten darf. Eine wirklich ganz großartige Sendung, unbedingt anhören. Mindert ein wenig den Ärger über die mediale Nachwuchsforderung.

Wenn’s mal nicht ganz so rund läuft….

von ruby am 21.03.06 um 17:46

….wie derzeit bei mir manchmal in der Arbeit, dann hilft Death Metal Karaoke.

Enjoy!

Rrrrrrrroaaaaahhrrrrrrgrrrggggggrrrrrrruby